Die Präsidenten der AK Kärnten

Hans Veit (1922 - 1927)

Veit war Angestellter der Arbeiterkrankenkasse in Klagenfurt. Nach der Konstituierung der AK gelang ihm gemeinsam mit den anderen Vorstandsmitgliedern die Errichtung des ersten Arbeiterkammer-Neubaues in Österreich.


Johann Sachan (1927 - 1934)

Sachan war Angestellter der Arbeiterkrankenkasse in Klagenfurt und leitete dort das Kontor. In seine Präsidentschaft fallen die bewegten Jahre der Weltwirtschaftskrise, der politischen Radikalisierung, vor allem aber die Abschnitte hoher Arbeitslosigkeit unter den Kärntner Arbeiter/innen und Angestellten.


1934-1945

Keine demokratisch gewählten Funktionsträger


Julius Lukas (1945-1946)

* 27. Dezember 1900; Buchdrucker; 1945 bis 1946 Vorsitzender der Landesexekutive Kärnten des ÖGB und Präsident der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Kärnten. Lukas wurde im Herbst 1946 – wegen angeblicher Belastung aus der NS-Ära – seiner Ämter enthoben.


Paul Truppe (1946-1958)

* 10. Jänner 1913; Truppe war von 1927 bis 1934 Funktionär der sozialdemokratischen Jugendorganisation im regionalen Bereich. Nach 1934 schloss sich Truppe den Revolutionären Sozialisten an und leistete im Untergrund illegale politische Arbeit. Er wurde deshalb mehrmals verhaftet. Vom 1. Juli 1945 bis 31. Oktober 1946 war er Sekretär der SPÖ Villach, um dann ab November 1946 als Präsident der Arbeiterkammer ein Amt anzutreten, das er bis 1958 ausübte. Als Nationalratsabgeordneter vertrat er von 1949 bis 1958 die Interessen Kärntens im Parlament und dissertierte im zweiten Bildungsweg zum Doktor der Staatswissenschaften.


Josef Greinecker (1958-1959)

* 20. Oktober 1899; Eisenbahner; seit 1920 Funktionär der Freien Gewerkschaften; Nach 1945 wurde er Obmann der Personalvertretung der Bundesbahn-Direktion Villach und saß ab 1946 im Vorstand der Arbeiterkammer. Greinecker war von 1949 bis 1958 Vizepräsident der Kammer und wurde nach dem Ausscheiden Truppes geschäftsführender Präsident der Arbeiterkammer.


Hans Scheiber (1959-1969)

* 16. Juni 1907 in Forst, Bezirk Wolfsberg; gelernter Sensenschmied; wechselte in den Privathandel und wurde Lagerhalter bei der Konsumgenossenschaft. War ab 1921 in den Freien Gewerkschaften und als Funktionär der sozialdemokratischen Arbeiterjugend tätig. Das politische Bekenntnis zur Arbeiter/innenbewegung brachte ihn während der Jahre 1934 und 1938 je einige Wochen in "Schutzhaft". Von 1947 bis 1949 war er Sekretär der Landesexekutive Kärnten des ÖGB und ab 1948 Bürgermeister der Kärntner
Bezirksstadt Wolfsberg. Von 1953 bis 1960 führte Scheiber als Landesrat das Referat Bauwesen. 1959 wurde er als FSG-Listenführer in der Arbeiterkammer zu deren Präsident gewählt und übte diese Funktion bis 1969 aus.


Ernst Stecher (1969-1979)

* 22. Februar 1920 in Graz; Stecher wirkte bereits unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg hauptberuflich als Sekretär im Österreichischen Gewerkschaftsbund und wurde Vizepräsident der Kärntner Arbeiterkammer. Ausgestattet mit dem Vertrauen der Bauarbeiter-Gewerkschaft wurde er Obmann dieser Fachgewerkschaft und – ausgestattet mit dem Einfluss dieser Funktion – auch Obmann der Kärntner Gebietskrankenkasse. Er wurde für die AK-Wahl 1969 Listenführer der FSG und danach Arbeiterkammerpräsident von 1969 – 1979.


Josef Quantschnig (1979-2002)

* 1939 in Köttmannsdorf; Er absolvierte nach Ablegung von Externistenprüfungen die Handelsfachschule in Zürich und lebte fünf Jahre in der Schweiz. Quantschnig startete seine Laufbahn als Arbeitnehmervertreter 1964 als Betriebsratsvorsitzender bei Philips in Klagenfurt. 1969 wurde er Kammerrat und Vizepräsident der Arbeiterkammer und schließlich 1979 erstmals zum Präsidenten gewählt. Diese Funktion hatte Quantschnig 23 Jahre lang inne. In seine erfolgreiche Ära fielen unter anderem die Beschlussfassung des Kärntner Arbeitnehmerförderungsgesetzes im Jahr 1984 und die Einführung des kostenlosen AK-Rechtsschutzes 1992. Ab 1979 war Quantschnig Landesvorsitzender der Gewerkschaft Metall, Landesvorsitzender des Verbandes der Kärntner Volkshochschulen und langjähriger Abgeordneter zum Kärntner Landtag. Er schuf das Fundament für eine moderne AK und erwarb sich während seiner politischen Laufbahn breite Anerkennung.


Günther Goach (ab 2002)

* 1957 in St. Stefan/Stainz; Er besuchte die Höhere Technische Lehranstalt in Graz mit Schwerpunkt „Gestaltendes Metallhandwerk“ sowie die Sozialakademie in Mödling. Nach seiner Schulausbildung arbeitete Goach in verschiedenen Gewerbebetrieben und kam 1979 zu Siemens Austria nach Villach. Sein großes Engagement für Arbeitnehmerrechte zeigte Goach bereits als Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates von 1984 bis 2005. 1989 wurde er in die Vollversammlung der Kärntner Arbeiterkammer gewählt, 1994 wurde er Mitglied des AK-Vorstandes. Seit 2002 ist Günther Goach Landesvorsitzender der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (seit 2009 PRO-GE) und Präsident der AK Kärnten.

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