90 Jahre AK Kärnten: Geburtstag am 22. Februar
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Am 22. Februar 1922 schlug die Geburtsstunde der Arbeiterkammer Kärnten: dem Ministerium für soziale Verwaltung wurde aus Klagenfurt die Konstituierung der AK-Vollversammlung mit Präsidenten Johann Veit gemeldet. Zuvor hatten die ersten Arbeiterkammer-Wahlen in Kärnten stattgefunden.
Das Gesetz über die Errichtung von Kammern für Arbeiter und Angestellte in Österreich hatte das („konstituierende Nationalversammlung“) bereits am 26. Februar 1920 beschlossen. Die Arbeiterkammern sollten den Handelskammern als „gleichwertige Partner“ gegenüberstehen und im beiderseitigen Zusammenwirken zur „Lösung von wichtigen Aufgaben der wirtschaftlichen Verwaltung“ beitragen. 1921 finden die ersten AK-Wahlen statt. An jedem Standort einer Handelskammer wird in der Folge eine Arbeiterkammer errichtet.
Nur in Kärnten kann die erste Arbeiterkammer-Wahl wegen der schwierigen politischen Situation aufgrund der Gebietsansprüche Jugoslawiens (Abwehrkampf) erst nach dem positiven Ausgang der Volksabstimmung für einen Verbleib bei Österreich abgehalten werden. Die erste AK-Wahl findet am 7. und 8. Jänner 1922 statt, am 5. Februar erfolgt die Eröffnungssitzung der neuen Kammer. Zum ersten Präsidenten wird der Krankenkassenangestellte Johann Veit, zum Vizepräsidenten der Verkehrsangestellte Ing. Franz Pichler gewählt. 40 Kammerräte werden angelobt.
Die Gründung der Arbeiterkammer in Kärnten wird schließlich mit der Meldung der Konstituierung an das zuständige Ministerium nach Wien besiegelt:
1922
Am 22. Februar wird die Arbeiterkammer Kärnten offiziell begründet.
1924
Am 20. Juni wurde das erste gemeinsame Gebäude von Arbeiterkammer und ÖGB in der Bahnhofstraße 44 in Klagenfurt eröffnet.
1927
In Kärnten findet die zweite Arbeiterkammer-Wahl statt.
1938
Mit Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft in Österreich wird die Existenz der Arbeiterkammern beendet.
1944
Durch die Bombenangriffe am 16. Jänner wurde das Gebäude von Arbeiterkammer und ÖGB zerstört.
1946
In allen Bundesländern werden die Arbeiterkammern wiedererrichtet.
1951
In der Bahnhofstraße in Klagenfurt wird das gemeinsame Haus von Arbeiterkammer und ÖGB feierlich wiedereröffnet.
1982
Die Arbeiterkammer Kärnten zieht in ein eigenes, neu errichtetes Gebäude am Bahnhofplatz 3. Das Haus wird im Beisein von Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky eröffnet.
1984
Der Kärntner Landtag beschließt einstimmig das Kärntner Arbeitnehmerförderungsgesetz. Die Arbeiterkammer wird mit der Abwicklung beauftragt.
1992
Ein neues Arbeiterkammer-Gesetz bringt grundlegende Reformen bei Transparenz, Kontrolle und Mitsprache der AK-Mitglieder. Der kostenlose Rechtsschutz für Mitglieder wird eingeführt.
1996
Bei der Mitgliederbefragung stimmen in Kärnten 92 Prozent der AK-Mitglieder für den Weiterbestand ihrer Interessenvertretung. Die Beteiligung beträgt 60 Prozent.
2002
Günther Goach, Betriebsratsvorsitzender bei Infineon, übernimmt die Nachfolge von Präsident Josef Quantschnig, der sein Amt an der Spitze der AK Kärnten 23 Jahre ausgeübt hatte.
2006
Die AK Kärnten wird baulich modernisiert und baut das Service für ihre Mitglieder in Klagenfurt und in den Bezirken laufend aus.
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